Liedtext

Mei Diandl liab’s
Musik + Text: Volksweisen – Bearbeitung: Martin Brugger
Verlag: Zillertal Verlag

Mei Diandl liab’s
i muass iatz fort
ganz unbestimmt an welchen Ort
einst werd’n wir uns wiederseh’n
und vor dem Traualtare steh’n.
Oh du mei’ liaber Bua
lass mir mei’ Freud, mei’ Ruah
Mir ist um’s Herz so schwer
i siach di nimma mehr
Kann ohne di net leb’n
du bist mei alles g’wesn
mei’ Glück mei’ Seeligkeit
mei’ Stolz mei’ Freud 
Kann ohne di net leb’n
du bist mei’ alles g’wesn
mei’ Glück mei’ Seeligkeit
mei’ Stolz mei’ Freud

Aber Dirnd’l i muass die Welt probier’n
brauchst mi deswegen nit verlier’n
weil i han di soviel gern
du muasst mei Weiberl werd’n
kehr’ ich einst nach Jahr’n zurück
blüht für ins zwoa des Glück
mit’m Myrtenkranz im Haar
vor dem Traualtar.

Ins fremde Land – zog fort der Bua
hat Freud und Leid grad g’funden g’nug
Hat an sei Dirndl nimmer denkt
und hat sei Herz an ander’n g’schenkt
Und dem Dirndl ist voll
Schmerz gebrochen s’treue Herz
er führt a andre gar zum Traumaltar.
Und dem Dirndl ist voll
Schmerz gebrochen s’treue Herz
er führt a andre gar zum Traumaltar.

Und als beim Hochzeitstanz
scheint des Mondes Silberglanz
ins Kammerl eng und kloa
verlass’n ganz alloa
zwischen Myrten und Rosmarien
liegt`s arme Dirndl’n drin
mit dem Myrtenkranz im Haar
auf der Totenbahr’

An einem Sonntagabend spät
a junger Bua zum Friedhof geht
Er suchte hier und suchte dort
fand’ aber nicht den richtigen Ort
auf oamal schluchzt er auf
hat g’funden seine Braut
ein stilles leises Weh’n
liab’s Dirndl auf Wiederseh’n
Ein Schuss im Mondesglanz
umschließt den Grabesrand
i ha’ dei Liab’ verrat’ iatz gute Nacht.
Ein Schuss im Mondesglanz
umschließt den Grabesrand
i ha’ dei Liab’ verrat’ iatz gute Nacht.


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